Im Juni des Jahres 1605 fanden im Siegburger Vertrag die Grenzstreitigkeiten zwischen dem Grafen von Sayn-Wittgenstein als Herren der Grafschaft Homburg (Schloß Homburg bei Nümbrecht) und den Herzögen von Berg (Düsseldorf) ein Ende. Dieser Streit hatte Jahrzehnte gedauert.

 

Auch durch mehrere Grenzbegehungen (Augenscheine) und Gerichtsverhandlungen hatte er zuvor nicht beigelegt werden können. Nach dem Vergleich in Siegburg wurden die Grenzen im November 1604 endgültig abgesteckt und im Frühjahr 1605 mit Grenzsteinen versehen. Diese Grenzsteine waren bei einem Kölner Steinmetz in Auftrag gegeben und von diesem aus Siebengebirgsstein gefertigt worden. Sie trugen auf den Seiten das Wappen des heweiligen Landesherren und waren fortlaufend von 1 bis 24 numeriert. Der hier stehende Stein ist leider sehr verwittert. Er trug die Ziffer „4“.

 

Im zeitgenössischen Bericht heißt es: „…Weiter soll zwischen Unserem Ambt Windeck und der Herrschaft Homburg bey Unserem Eigen von Eckenhagen die Scheidt seyen der Aheseiffen, da der in die Acher fleust, da ein Stein, Nu. 3 notiret, gesetzt und denselben hinauf bis auf den Aheberg, da ein Stein, Nu. 4 notiret, gesetzt von dannen den Leichtenbergerseiffen herunter bis unter die Krahenforst-Hütte, von dannen das Wasser, die Olpe genannt, herunter…“ (zitiert nach O. Gerhard: Eckenhagen und Denklingen im Wandel der Zeiten). Die hier festgelegte Granze war gültig bis zum Jahre 1969 als Grenze zwischen den Kommunalgemeinden Wiehl und Denklingen.


Dieser Platz wurde hergerichtet von Mitarbeitern des Ev. Freizeitheimes und dem Verein für Gartenkultur- und Ortsgestaltung e.V. Merkausen im März 1984.